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Hochschule

Als ich im Jahr 2000 von der damaligen Fachhochschule Aargau, heute Fachhochschule Nordwestschweiz, angefragt wurde, im Institut Medienkunst zu unterrichten, ahnte ich nicht, welche Bedeutung die Arbeit als Dozent in meinem Berufsleben erlangen würde.
Der Auslöser war mein Projekt opa.tif. Die Arbeit an diesem interaktiven Daten­essay erstreckte sich über mehrere Jahre, während derer ich verschie­dent­lich Vorversionen als Work in progress zeigte. Dadurch entstanden Kontakte zum frisch gegründeten Studiengang Medienkunst. Da ich durch mein multimediales Projekt technisch fit war, passte ich genau ins gesuchte Profil des Dozenten für Hard- und Softwaretools.
Schnell kamen neue Fächer und Aufgabengebiete hinzu. Ich unterrichtete künstlerisches Computing, leitete als Modulverantwortlicher Medienkunst­projekte und war intensiv in die Curriculumsentwicklung dieses jungen Studien­ganges involviert. Weiter initiierte ich zwei kleinere Forschungsprojekte: Das erste im Bereich Interface-Design, in Zusammenarbeit mit Victor Zwimpfer, beschäftigte sich mit dem Gestaltungspotenzial der Maus-Cursor-Kopplung. Im zweiten Projekt untersuchte ich gemeinsam mit Andrea Gsell Dramaturgie in der interaktiven Medienkunst.
Nach einer einjährigen Drehbuch-Weiterbildung in Hamburg wechselte ich 2007 in die Studienrichtung Video der Hochschule Luzern, Design & Kunst, wo zunächst die Filmdramaturgie den thematischen Schwer­punkt meines Lehr­auftrages bildete. Aktuell begleite ich die Bachelor-Abschluss­filme, bin Mitglied der Prüfungs- und der Aufnahmekommission. Meine Haupt­funktion aber liegt innerhalb des dreiköpfigen Kernteams, welches mit Edith Flückiger als Leiterin der Studienrichtung Video und Nathalie Oestreicher die Lehre plant und weiter­entwickelt.
Die Studienrichtung Video der HSLU, Design & Kunst, fokussiert auf dokumen­tarische, essayistische und experimentelle Filme. Nach der Festival­auswertung sind die Abschlussfilme sowie ausgewählte Arbeiten aus den anderen Semestern auf der Plattform Vimeo zugänglich. Der Jubiläums­trailer «Go Video!» von Samuel Weniger entstand 2012 aus Anlass des 20-jährigen Bestehens.

.hausformat

Als Reto Schmid, Beni Stöckling, Sacha Suter und ich 2002 eine eigene Firma – die .hausformat GmbH – gründeten, waren wir unsere einzigen Angestellten. Aktuell beschäftigt die Agentur ein Team von 14 Mit­arbeitenden, darunter zwei Lehrlinge.
Die Dienstleistungen von .hausformat in einem Satz zusammenzufassen, ist gar nicht so einfach. Wir arbeiten im breiten Feld der digitalen Medien. Etwas anderes als Flexibilität und stetige Weiterentwicklung können wir uns gar nicht leisten. Nebst dem Kerngebiet Web in all seinen Facetten inklusive Apps zählen 3D-Computer­animationen zu unseren Stärken. Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, darunter Medizin, Schule, Non-Profit, Kultur, Archi­tektur, Technik. Vielfach lassen sich die Aufträge am besten als Agentur Full Service beschreiben und umfassen sowohl Beratung, Kreation wie Realisation.
Durch meine Hochschultätigkeit und eigene Projekte bleibt mir für .hausformat nur ein kleines Arbeitspensum. Als Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsleitung bin ich in die strategischen Firmenprozesse involviert, in der Mitarbeit konzen­triert sich mein Auf­gabengebiet auf die Bereiche Konzept und Text.
.hausformat unterstützte mich tatkräftig bei meinem Kurzspielfilm Himalaya, sowohl in den Vorbereitungen, beim Dreh, als auch in der Postproduktion. Montage, Visual Effects und Color Grading wurden vollständig inhouse realisiert.